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	<title>Jos Kopfsalat</title>
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	<description>Gedanken von Privat über Politik, Arbeit bis Bildung</description>
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		<title>Ich bin freier Dienstnehmer &#8211; also frei von Rechten und Zuschüssen!</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Dec 2010 22:01:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sisika</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Jahr ist um &#8211; was habe ich erreicht im vergangenen? Ich bin &#8211; insgesamt &#8211; unzufriedener als letztes Jahr um diese Zeit, alles ist noch komplizierter, schwieriger.
Wenn ich alleine die Arbeit nehme &#8211; freier Dienstvertrag! Es hört sich ja toll an: nicht weisungsgebunden zu sein, freischaffend, freier Dienstnehmer &#8211; frei ja, frei von Sozialleistungen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Jahr ist um &#8211; was habe ich erreicht im vergangenen? Ich bin &#8211; insgesamt &#8211; unzufriedener als letztes Jahr um diese Zeit, alles ist noch komplizierter, schwieriger.</p>
<p>Wenn ich alleine die Arbeit nehme &#8211; freier Dienstvertrag! Es hört sich ja toll an: nicht weisungsgebunden zu sein, freischaffend, freier Dienstnehmer &#8211; frei ja, frei von Sozialleistungen, frei von Pflichten für den Arbeitgeber und stets befristete Verträge. Nimmt man einen freien Dienstvertrag an, macht man sich Gedanken darum, was man danach machen soll. Wenn man Glück hat, dauert ein Projekt ein Jahr lang und muss &#8220;erst&#8221; nach einem Jahr wieder einen neuen Dienstgeber oder ein neues Institut suchen. Dieses Glück hatte ich allerdings noch nicht. Immer von Monat zu Monat oder wenigen Monaten &#8230; Kranksein ist  ein Luxus, den man sich bei diesem Vertag wohl leisten kann, wenn man Kohle hat, aber man bekommt keine Lohnfortzahlung! Zwar ist man sozialversichert, aber sobald man krank ist, wird man abgemeldet, ist also ohne Dienstverhältnis und Versicherungsschutz - man wird erst dann wieder angemeldet, wenn man zurück in der Arbeit ist &#8211; ich glaube, das richtige Wort dafür ist: asozial! Ja, diese Verträge sind asozial &#8211; sie treiben einen u.U. in einen unachtsamen Umgang mit der eigenen Gesundheit, denn wer kann es sich schon leisten ein paar Tage oder gar eine oder zwei Wochen ohne Verdienst zu sein? Und doch ist man es, auch wenn man nicht krank ist, denn das Honorar &#8211; so wird es genannt, das Gehalt, damit nicht das Flair einer Festanstellung aufkommt &#8211; wird erst ca drei Wochen nach dem letzten eines Monats ausbezahlt. Im Klartext heißt das: drei Wochen ohne Geld! Die letzten zehn Wochen fahre ich für 16 &#8211; Wochenstunden nach St.Pölten &#8211; freier Dienstnehmervertrag versteht sich &#8211; von meinem Gehalt, oh Verzeihung: von meinem Honorar gehen für 10 Wochen Arbeit eine Summe von 428 € an Fahrtkosten ab &#8211; es darf geraten werden, ob das jemanden interessiert oder ob ich dafür so etwas wie einen Pendlerzuschuss bekomme &#8230;. da kann man nur noch bitter auflachen!</p>
<p>Das Studium, Publizistik &#8211; und Kommunikationswissenschaft, WF: dt. Philologie, Sozial &#8211; und Wirtschaftspsychologie, Politik und Bildungswissenschaft - nebenbei &#8211; ist sehr beschwerlich ob des chronischen Geldmangels und natürlich auch Zeitmangels. Die Lehrveranstaltungen sind so gelegt, dass sie arbeitnehmerfeindlich sind &#8211; dieses Semester werde ich Prüfungen ablegen von Vorlesungen, die ich nicht einmal besuchen konnte &#8211; ich mache mir keine großen Hoffnungen, durchzukommen, dennoch werde ich antreten &#8230; die ständige Diskussion, ob nun Studiengebühren wieder eingeführt werden oder nicht, hängt wie ein Damoklesschwert über mir und meinen freien Dienstverträgen &#8230;.</p>
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